wmtprojekte.at erhält ein neues Gesicht und eine klare inhaltliche Ausrichtung
Eine Website ist nie nur eine digitale Visitenkarte. Im besten Fall zeigt sie nicht allein, welche Leistungen angeboten werden, sondern vermittelt auch, wie jemand arbeitet, welche Themen ihn beschäftigen und welche Haltung hinter den Projekten steht. Genau dieser Gedanke war der Ausgangspunkt für das umfassende Redesign und die inhaltliche Neuausrichtung von wmtprojekte.at.
Die bisherige Website war über viele Jahre gewachsen. Sie dokumentierte unterschiedliche Arbeitsbereiche – von journalistischen Beiträgen und Buchprojekten über Webdesign bis zur Gestaltung von Publikationen. Diese Vielfalt entsprach zwar der tatsächlichen Tätigkeit, ließ jedoch nur bedingt erkennen, was die zahlreichen Projekte miteinander verbindet.
Mit der neuen Website rückt deshalb ein gemeinsamer Kern in den Mittelpunkt: historisches Storytelling.
Geschichte nicht nur bewahren, sondern in eine passende Form bringen
Historische Inhalte liegen oft in Archiven, Fotografien, Bauplänen, Zeitungsartikeln, Erinnerungen oder wissenschaftlichen Unterlagen verborgen. Andere Geschichten sind zwar bekannt, wurden aber noch nie so aufbereitet, dass ihre Bedeutung für die Gegenwart wirklich sichtbar wird.
Die Arbeit von wmtprojekte setzt an diesem Punkt an. Historische Spuren werden recherchiert, geordnet und in jene Form gebracht, in der sie Menschen erreichen können. Das Ergebnis kann ein Buch, eine Website, eine Ausstellung, ein Vortrag, ein Film, eine Infotafel oder ein digitales Erzählformat sein.
Entscheidend ist dabei nicht, jedem Thema dieselbe gestalterische oder mediale Lösung überzustülpen. Die Geschichte eines Krankenhauses verlangt eine andere Sprache als die Geschichte eines alten Hauses. Ein historischer Quellenweg erzählt anders als eine literarische Persönlichkeit, eine Gemeindechronik anders als ein Museum oder eine digitale Sammlung.
Historisches Storytelling bedeutet daher, zunächst den Kern einer Geschichte freizulegen – und erst daraus jene Form zu entwickeln, in der sie verständlich, anschaulich und erlebbar wird.
Vier Wirkungsfelder geben Orientierung
Die neue Website ordnet die Arbeit nicht mehr nach einzelnen Dienstleistungen, sondern nach vier miteinander verbundenen Wirkungsfeldern:
- Geschichte erzählen
Texte, Bücher, Chroniken und erzählende Sachformate bringen historische Entwicklungen in eine sprachlich klare und lesbare Form. - Geschichte bewahren
Archive, Dokumente, Fotografien und Erinnerungen werden gesichert, geordnet und für spätere Generationen erschlossen. - Geschichte sichtbar machen
Historische Bilder, Karten, Rekonstruktionen, Zeitleisten und visuelle Erzählformen lassen vergangene Welten wieder vor Augen treten. - Geschichte erlebbar machen
Vorträge, Ausstellungen, Filme, Führungen, Infotafeln und digitale Formate schaffen unmittelbare Zugänge zu historischen Orten, Persönlichkeiten und Ereignissen.
Diese vier Bereiche greifen in der Praxis häufig ineinander. Aus einer Recherche kann ein Buch entstehen, aus einem Buch eine Ausstellung, aus einer Ausstellung ein Film oder eine digitale Vertiefung. Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Medien gehört zu den besonderen Stärken vieler Projekte.
Projekte zeigen, was aus historischen Spuren entstehen kann
Einen zentralen Bereich der neuen Website bilden ausführlich aufbereitete Fallbeispiele. Sie zeigen nicht nur fertige Ergebnisse, sondern auch Ausgangslage, Konzept, Arbeitsweise und besondere Herausforderungen.
Dazu gehören unter anderem Projekte über Arnold Rikli und die Rikli-Villa, die Zinngießerstiege in Wolfsberg, die historischen Quellenwanderwege von Bad St. Leonhard, die Geschichte des LKH Villach sowie die literarische Wiederentdeckung der Schriftstellerin Gerhart Ellert.
Die Fallbeispiele machen sichtbar, wie unterschiedlich historisches Storytelling aussehen kann: als Publikation, als Film, als Vortrag, als Informationstafel, als Führung, als Webprojekt oder als Verbindung mehrerer Formate.
Gleichzeitig zeigen sie, dass auch kleinere Vorhaben ein guter Anfang sein können. Nicht jedes Projekt muss mit einer umfangreichen Publikation oder Ausstellung beginnen. Oft genügt zunächst eine Objektgeschichte, eine QR-Landingpage, eine Infotafel, ein Vortrag oder eine kleine historische Recherche. Daraus können später weitere Schritte entstehen.

Ein Projektjournal hält die Website in Bewegung
Neu ist auch das Projektjournal. Es ergänzt die dauerhaften Fallstudien um aktuelle Einblicke in laufende Arbeiten, Veranstaltungen, Führungen, Vorträge, Recherchen und neue Projektphasen.
Damit soll wmtprojekte.at keine statische Website sein, die einmal fertiggestellt und danach nur gelegentlich aktualisiert wird. Sie wird vielmehr zu einem Büro nach außen: zu einem Ort, an dem sichtbar wird, woran aktuell gearbeitet wird, welche Ideen entstehen und welche Projekte sich weiterentwickeln.
Das Projektjournal kann dabei auch neue Zusammenhänge sichtbar machen. Aus mehreren Schullesungen kann sich ein eigenes Vermittlungsformat entwickeln. Eine historische Führung mit anschließendem Film kann zum Modell für weitere Kulturprojekte werden. Kleine Beratungsleistungen können zeigen, wo neue Aufgabenfelder entstehen.
So dokumentiert die Website nicht nur abgeschlossene Arbeiten. Sie wird zugleich zu einem Ort, an dem aus Beobachtungen, Erfahrungen und Begegnungen neue Projekte wachsen können.
Eine Plattform für Orte, Institutionen und Menschen
Die neue Ausrichtung richtet sich an Gemeinden und Regionen, Museen und Kulturinstitutionen, Krankenhäuser, Unternehmen, Vereine sowie Eigentümer historischer Gebäude und Sammlungen.
Viele mögliche Projekte beginnen nicht mit einem fertigen Konzept. Am Anfang steht häufig nur ein Ort, ein Jubiläum, eine Persönlichkeit, ein Archiv, ein altes Gebäude oder die Frage, was mit einem historischen Bestand geschehen könnte.
Die neue Website möchte zeigen, welche Wege daraus entstehen können – sachlich fundiert, sprachlich klar, visuell durchdacht und jeweils auf das Thema und seine Zielgruppe abgestimmt.
Mit dem Redesign erhält wmtprojekte.at deshalb nicht nur ein neues Erscheinungsbild. Die Website macht deutlicher als bisher sichtbar, was die unterschiedlichen Arbeiten miteinander verbindet: der Versuch, Geschichte nicht bloß zu dokumentieren, sondern ihr eine Form zu geben, in der sie gelesen, gesehen und erlebt werden kann.




